Ja+Ja+Nein=Nein?

Gemeindeammann Peter Spring verkündet das Abstimmungsergebnis für Widen: 135 Nein zu 113 Ja.

Abstimmungsresultate aus den drei ausserordentlichen Gemeindeversammlungen

Fast wie von einer unsichtbaren Regie inszeniert, trafen die Resultate schön in alphabetischer Reihenfolge aus den drei ausserordentlichen Gemeindeversammlungen vom 13. Februar in Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen ein.

Berikon stimmte dem Antrag zur Ausarbeitung eines Fusionsvertrags der Gemeinden am Mutschellen mit 139 Ja gegen 98 Nein zu. Eine knappe halbe Stunde später stand der Entscheid in Rudolfstetten-Friedlisberg: 198 Ja zu 53 Nein. Entsprechend stieg die Spannung in Widen, wo ausgiebig, aber durchwegs fair debattiert und das Geschäft schliesslich mit 135 zu 113 Stimmen abgelehnt wurde.

Referendumsfrist läuft
Bis zum 20. März läuft in Widen nun die Referendumsfrist. Sollten die Befürworter der Ausarbeitung eines Fusionsvertrags bis da 260 Unterschriften gesammelt haben, kommt das Referendum zustande. Sprich, es wird nochmals an der Urne darüber abgestimmt, ob auch Widen 15 000 Franken für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags sprechen will. Wenn nicht, ist dann das Projekt «Zukunft Mutschellen» in allen drei Projektgemeinden definitiv beendet. Mehr zum Thema demnächst an dieser Stelle.

 

Geschrieben am 13. Februar 2017. Eingetragen unter Allgemein.
 

Ihre Meinung zum Projekt «Zukunft Mutschellen» ist erwünscht.

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3 Kommentare

Gemeindeammann Peter Spring verkündete an der Versammlung in Widen das aus seiner Sicht erfreuliche Resultat aus Berikon noch v o r der entsprechenden Abstimmung in Widen. Frage: war das zulässig und, wenn ja, weshalb hat man die Versammlungen in den 3 Gemeinden unbedingt zeitgleich angesetzt? Zudem: soll ein Gemeinderat bei einem derartig kontroversen Thema seine eigene Meinung dem Stimmvolk auf die erfolgte Art und Weise vermitteln? Und, als Sahnehäubchen, gleich nach Schluss der Versammlung noch auf der Bühne für alle hörbar das Erfordernis eines Referendums bejahend diskutieren?

Rudolfstetten hat mit zwei unnötigen Steuerfusserhöhungen die Fusion vorsätzlich sabotiert. Was kann man daraus lernen: Bevor man soviel Geld und Manpower für nichts verschwendet, sollte man verbindliche Absichtserklärungen beim Souverän einholen. Die bittere Erkenntnis: Ausser Spesen nix gewesen, Leider.

Dank Referenden in Berikon und Widen werden wir am 21. Mai über die Fr. 15000.- für das Ausarbeiten des Fusionsvertrages an der Urne abstimmen können. Wir sollten uns nicht von der Steuerfuss-Diskussion alleine leiten lassen, wie in Widen knapp mehrheitlich passiert. Die Demographie ist unerbittlich und schon in wenigen Jahren werden die Steuerfüsse andere sein. Das ist für junge Leute wichtig. Deshalb sollten wir uns die Chance geben, in aller Ruhe das zu bestellende Vertragswerk zu studieren. Erst damit wird unsere Meinungsbildung wirklich fundiert.