Vernehmlassung läuft

Die Projektleitung steht den rund 350 Interessierten am Informationsanlass vom 8. September 2016 im Berikerhus Red und Antwort zur Zukunft Mutschellen.

Die Projektleitung steht den rund 350 Interessierten am Informationsanlass vom 8. September 2016 im Berikerhus Red und Antwort zur Zukunft Mutschellen.

Bericht der Projektgruppe, Finanzbericht und Leitfaden Vernehmlassung online

Mit dem von rund 350 Interessierten besuchten Informationsanlass vom 8. September 2016 fiel der Startschuss zur Vernehmlassung der «Zukunft Mutschellen», zu der Bevölkerung, Interesssengruppen und Parteien eingeladen sind.

Basis der Diskussion bildet der vorliegende Projekt- und Finanzbericht. Er enthält gewichtige Zahlen und Fakten aus den Arbeitsgruppen «Behörden, Verwaltung»; «Entwicklung, Bau- und Nutzungsordnung, Verkehr»; «Schulwesen»; «Finanzen, Liegenschaften»; «Ortsbürger, Forst, Landschaft, Naturschutz»; «Technische Betriebe»; «Werkhof, Kehricht, Feuerwehr» und «Kultur, Freizeit, Vereine, Namen, Wappen» zu den drei Optionen verstärkte Zusammenarbeit, Verwaltungsgemeinschaft oder Fusion der drei Projektgemeinden.

Gemeinderäte tendieren Richtung Fusion
Auch wenn in den Details unterschiedliche Ansichten bestehen, tendiert eine Mehrheit der Gemeinderäte zur Ausarbeitung eines Fusionsvertrags. Der Verwaltungsgemeinschaft wurde eine deutliche Abfuhr erteilt, weil damit die anvisierten Zielen nicht zu erreichen wären. Es sind jedoch nicht die Gemeinderäte von Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen, die über das weitere Vorgehen in Sachen Zukunft Mutschellen entscheiden, sondern die Stimmberechtigten aus den drei Projektgemeinden.

Ausserordentliche Gemeindeversammlungen
Nach der Vernehmlassung soll an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung der Ausarbeitung eines Fusionsvertrags zugestimmt werden. Diese wird voraussichtlich im Februar 2017 stattfinden, in allen drei Projektgemeinden am gleichen Abend. Bei Annahme dieses Antrages in allen drei Gemeinden kommt es zu einem späteren Zeitpunkt an wohl wiederum ausserordentlichen Gemeindeversammlungen im August 2017 gefolgt von einer obligatorischen Urnenabstimmung zum Entscheid über den definitiven Fusionsvertrag. Verneint nur eine der drei Projektgemeinden den Schritt in die Fusion, bedeutet dies das Ende des Zusammengehens von Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen. Sollte überall ein «Ja» zur Zukunft Mutschellen ausgesprochen werden, könnte die neue Gemeinde Mutschellen ab 2019 Wirklichkeit sein. «Dies ist jedoch ein sehr sportlicher Fahrplan», bestätige Josef Brem, Gemeindeammann von Rudolfstetten-Friedlisberg.

Zukunftsfähige Strukturen schaffen
Am Informationsabend von 8. September im Berikerhus in Berikon stellten Vertreterinnen und Vertreter aller Arbeitsgruppen die Erkenntnisse aus der intensiven Auseinandersetzung mit den Optionen verstärkte Zusammenarbeit, Verwaltungsgemeinschaft oder Fusion vor. Abgesehen von der Arbeitsgruppe «Ortsbürger, Forst, Landwirtschaft, Naturschutz» ging der Grundtenor bei allen Richtung Fusion. Projektbegleiter Jean-Claude Kleiner meinte zusammenfassend: «Wir leben auf Gemeindeebene in 150-jährigen Strukturen. Es gilt nun die Frage zustellen, was es für eine gute Zukunft am Mutschellen braucht» und er unterstrich das Gesagte mit einem Sprichwort von Jacob Burckhardt: «Das Wesen der Geschichte ist der Wandel.»

Initialkosten aufzeigen
Eine moderate Fragerunde rundete den reichhaltigen Informationsabend vom 8. September ab. Es wurden Schärfungen zu den Themen Ortsbürger, Feuerwehr oder Verwaltung gewünscht. Konkret gefordert wurde, die Initialkosten, die bei einer Gemeindefusion entstehen, aufzuzeigen. Dieses Anliegen nahm die Projektleitung entgegen.

Zukunft Mutschellen_Bericht der Projektgruppe

Zukunft Mutschellen_Finanzbericht

Zukunft Mutschellen_Leitfaden Vernehmlassung

Medienbericht zum Anlass vom 8. September 2016: Bremgarter Bezirksanzeiger vom 9. September 2016

 

 

Geschrieben am 8. September 2016. Eingetragen unter Allgemein.
 

Ihre Meinung zum Projekt «Zukunft Mutschellen» ist erwünscht.

Ihr Kommentar soll kurz und bündig sein. Er wird mit vollem Vornamen und Namen der Verfasserin, des Verfassers publiziert; es besteht jedoch kein Anspruch auf Veröffentlichung. Online sichtbar wird ein Kommentar erst, nachdem er von der Blogredaktion überprüft und freigeschaltet worden ist.  

 
 

 

5 Kommentare

Der Anschluss der ARA Rudolfstetten an die ARA Dietikon (Limeco) dürfte schwierig werden. Die ARA Dietikon ist, obwohl erst erneuert, bereits wieder an der Kapazitätsgrenze. Das Gewässerschutzamt des Kanton Zürich wird unter diesen Umständen der Annahme von zusätzlichem Abwasser ablehnend gegenüberstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die ARA Dietikon in einem Naturschutzgebiet liegt und ein weiterer Kapazitätsausbau aktuell seitens Umweltverbänden verunmöglicht wird. Die künftige Abwasserentsorgung von Rudolfstetten sollte deshalb als Gesamtes neu beurteilt werden, auch im Hinblick auf die Optimierung der Entwässerungs-systeme (Misch-/Trennsystem/Grauwassernutzung) sowie den strategisch richtigen Standorten von allfälligen, dezentralen Abwasserhebewerken.

Sehr geehrte Damen und Herren
Wir haben unsere Ergänzungen und Änderungsvorschläge zum Thema „Alter“ zum besseren Verständnis direkt in Ihr Vorlage eingefügt. Am Schluss haben wir noch eine Kurzfassung – wie eigentlich von Ihnen gewünscht – angefügt:

3.2.1.4 Alterspolitik

Leider fehlt zu diesem Thema eine Liste, die die demografische Alterung in den drei Gemeinden aufzeigt.

Die Gemeinden Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen verfügen bereits über ein breites Angebot im Thema „Alter….
… So bestehen Alterswohnungen, werden Altersausflüge und Seniorennachmittage sowie sportliche Aktivitäten organisiert. Zentral beim Bahnhof Berikon-Widen ist das Spitex-Zentrum Mutschellen mit einem breitgefächerten Angebot an Pflege, Psychiatrie, Hilfe zu Hause und weiteren Dienstleistungen. In Berikon wurde zudem ein Ärztezentrum eröffnet. Bald wird auch die private Altersresidenz Belano mit 35 Seniorenwohnungen bezugsbereit sein. Die Gemeinden Berikon und Widen haben eine Arbeitsgruppe für Altersfragen eingesetzt. Diese Gruppe hat u.a. das Dienstleistungsangebot «Länger dehei, ned immer elei» aufgebaut. Ein Mahlzeitendienst ist in allen 3 Gemeinden vorhanden. Schliesslich steht auch allen die Zentrumsbibliothek zur Verfügung. Neben diesem vielfältigen Angebot bestehen also lediglich zwei folgende Lücken:; Tagesstätten für Betagte, und eine geschlossene Abteilung für Demente, Nachteinsätze der Spitex, Angebot betreutes Wohnen.

3.2.2 Option 2: Zusammenarbeit zwischen den 3 Gemeinden

Die Zusammenarbeit im Thema „Alter“ ist mit dem Gemeindeverband regionale Alterszentren Bremgarten-Widen * bereits sehr fortgeschritten. Es gilt diese Zusammenarbeit auch ohne Zusammenschluss weiter auszubauen.

*in diesem Verband sind 10 Gemeinden zusammengeschlossen – dies macht die Zusammenarbeit schwieriger!

Zusammenfassung:
• Liste demografische Alterung fehlt – hätte Handlungs-Bedarf aufgezeigt
• Angebot der Spitex Mutschellen fehlt
• Arbeitsgruppe für Altersfragen der Gemeinden Berikon und Widen mit Angebotsangaben fehlt.
• Es sind noch mehrere andere Angebotslücken vorhanden: u.a. Nachtspitex, betreutes Wohnen, Beratungs- und Koordinationsstelle
• Zusammenarbeit: Verband Burkertsmatt gibt es nicht: es ist der Gemeindeverband regionale Alterszentren Bremgarten-Widen. Darin sind 10 politische Gemeinden, was eine gemeinsame Alterspolitik sehr schwierig macht.

Die drei Gemeindeexekutiven hatten ein gutes Gespür mit dem Projekt. Die 8 Arbeitsgruppen haben Resultate erarbeitet, welche zeigen, dass die Gemeinde Mutschellen vorbildlich wäre. Die Daten im Bericht weisen uns den Weg, die Investitionen lohnen sich. Nun hoffe ich auf den Mut von uns ‚Älteren‘, die Fusion zu unterstützen. Für unsere Töchter und Söhne!

Ich bin für eine Fusion!
Rudolfstetten-Friedlisberg kann in der Zukunft nur profitieren!
Unter dem Aspekt “ geben und nehmen“ kommt man weiter!

Ich begrüsse die Fusion unserer 3 Gemeinden und bin sehr dankbar für die ausgezeichnete Arbeit, die alle vorbereitenden Kommissionen geleistet haben. Bezüglich heutiger Zusammenarbeit klaffen grössere Lücken, die nach einer Fusion geschlossen werden können, wie
– im Schulwesen: Kindergarten, Unter- und Mittelstufe. Unnötig lange (gefährliche) Schulwege können vermieden, bessere Nutzung der Schulgebäude und Optimierung der Klassengrössen erreicht werden.
– die Raumplanung: Es gilt mittels gemeinsamer Planung und Verdichtung ein lebenswertes Gesamtdorf ohne Ausweitung zu gestalten, um die Natur, unser wichtiges Naherholungsgebiet, optimal zu erhalten.
– die Verwaltung: Eine grössere und somit straffere Einheit ermöglicht mehr Kundennähe und Effizienz.
– die Wirkung im Gesamtkanton: Wir sprechen mit einer Stimme, sie wird besser gehört und wir erreichen somit mehr.
Schlussbetrachtung: Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt sehr gute Beispiele von fusionierten Gemeinden im Aargau, die vor dem Zusammengehen weniger ähnlich waren als wir und für die die Fusion ein wertvoller Entscheid bleibt, so unter anderen Laufenburg mit Sulz.